Intern
    Weiterbildungsstudiengang Psychologische Psychotherapie

    Staatsprüfung

    Die Ausbildung wird am Ende durch eine staatliche Aprobationsprüfung abgeschlossen, die einen mündlichen und einen schriftlichen Teil umfasst. Die Staatsrüfung wird von der für den Studiengang zuständigen Aufsichtsbehörde (Regierung Unterfranken) unter Mitwirkung der nordbayrischen Ausbildungsinstitute organisiert und findet zweimal jährlich im Frühjahr und Herbst statt.

    Prüfungsplanung

    Die Prüfungsplanung sollte von folgenden Eckdaten ausgehen:

    Frühjahrsprüfung (März)Herbstprüfung (September)
    1InfoveranstaltungSeptemberFebruar
    2Einreichen der Unterlagen1. Dezember1. Mai
    3Vorbereitungsseminar schriftliche PrüfungDezemberMai
    4Erhalt der Ausbildungsbescheinigung20. Dezember20. Mai
    5Anmeldung zur Staatlichen Prüfung10. Januar10. Juni
    6Schriftliche PrüfungMitte MärzEnde August
    7Vorbereitungsseminar mündliche PrüfungAnfang MärzAnfang September
    8Mündliche PrüfungMärz/AprilSeptember/Oktober


    Zweimal jährlich bieten wir eine 1,5-stündige Informationsveranstaltung an, in der der (im Folgenden schriftlich dargestellte) Prüfungsfahrplan für die Vorbereitung und Anmeldung zur Staatlichen Abschlussprüfung detailliert vorgestellt und erklärt wird. Es besteht die Möglichkeit, alle offenen Fragen zu besprechen. Ausbildungsteilnehmer, die sich innerhalb des nächsten Jahres zur Prüfung anmelden wollen, sind eingeladen. Es empfiehlt sich, an der Veranstaltung teilzunehmen, da die Erfahrung zeigt, dass man nicht alles in allgemeine Abläufe fassen kann, da der Einzelfall immer wieder neue Besonderheiten aufweist.

    Einreichen der Unterlagen an den Weiterbildungsstudiengang

    Für die Anmeldung zur staatlichen Abschlussprüfung benötigen Sie eine Bescheinigung des Weiterbildungsstudiengangs, dass Sie an der gesamten Ausbildung teilgenommen haben. Folgende Nachweise müssen dafür dem Weiterbildungsstudiengang vorliegen:

    • Nachweise über die praktische Tätigkeit in der psychiatrischen Einrichtung und der psychotherapeutisch/psychosomatischen Einrichtung (Bescheinigung praktische Tätigkeit)
    • Nachweis über die Teilnahme an 30 Behandlungen während der praktischen Tätigkeit in der psychiatrischen Einrichtung (Dokumentation 30 Psychiatriefälle)
    • Nachweis über 600 Stunden Theorie (Studienbuch)
    • Nachweis von mindestens 600 Behandlungsstunden durch die vom Supervisor unterschriebenen Abschlussberichte und das Formblatt Therapienachweis Ambulanz.
    • Nachweis über 100 Stunden Gruppensupervision und 50 Stunden Einzelsupervision bei mindestens drei Supervisoren/innen durch das Formblätter Supervisionsnachweis.
    • 120 Stunden verhaltenstherapeutischer Selbsterfahrung (Studienbuch)
    • Vorlage von sechs ausführlichen Fallberichten, von denen zwei für die mündliche Prüfung ausgewählt werden (§4). Die Fallberichte müssen vom Supervisor unterschrieben und mit dem aktuellen Deckblatt (Deckblatt Fallbericht) versehen sein.
    • und eine Darstellung der Planung des Ausbildungsendes bzw. Ende der Ambulanztätigkeit mit dem Formblatt Ende der Ambulanztätigkeit.

    Die Deadline für das Einreichen der Unterlagen ist der 1. Mai (Herbstprüfung) bzw. 1.  Dezember (Frühjahrsprüfung)! Bitte reichen Sie die geforderten Unterlagen komplett und in ansprechender Form (Heftordner) mit dem Deckblatt Checkliste Einreichung Staatsprüfungsunterlagen persönlich nach Terminvereinbarung bei Frau Scharf ein.

    Diese allgemeine Regel hat jedoch im Einzelfall ihre Tücken. Die genannten Termine sind an den Meldeschluss des Prüfungsamtes gekoppelt und sehr frühzeitig, da sie  vier Monate vor den eigentlichen Prüfungszeitpunkten liegen. Mitunter kann es daher vorkommen, dass Sie noch nicht alle Ausbildungsbestandteile im geforderten Umfang nachweisen können. So lässt sich z. B. das Ende ambulanter Therapien und deren Supervision nicht immer planen, oder Teilnehmer, welche die Ausbildung innerhalb von 3 Jahren abschließen möchten, können die 600 h Theorieausbildung aufgrund noch zu absolvierender Seminare im letzen Fachsemester rein praktisch nicht nachweisen.

    Folgende Regelung wird in diesem Fall angewendet:

    1. Praktische Tätigkeit I (incl. „Doku 30“) und II Selbsterfahrung müssen in vollem Umfang geleistet sein. 
    2. Gleiches gilt für die Bestandteile Theorieausbildung (600 h) und Selbsterfahrung (120 h) müssen vollständig absolviert sein (Ausnahme: Teilnehmer, welche die Ausbildung innerhalb von 3 Jahren abschließen möchten und nach dem Meldeschluss der Staatsprüfung noch Kurse besuchen.) 
    3. Jeweils mindestens 90 % der vorgeschriebenen 600 Behandlungsstunden in der praktischen Ausbildung, der 100 Gruppen- und 50 Einzelsupervisionseinheiten müssen absolviert sein.
    4. Die Behandlungsstunden werden durch Stundenprotokolle und Vorlage des Abschlussberichtes nachgewiesen. (Ausnahme: ambulante Behandlungen, die vor Meldeschluss noch nicht abgeschlossen wurden)
    5. Die für die ausführlichen Fallberichte ausgewählten Behandlungen müssen angegeben werden. Sofern die zugrundeliegenden Behandlungen bereits abgeschlossen wurden, müssen die ausführlichen Fallberichte eingereicht werden.

    Unsere Empfehlung an Sie: Bitte berücksichtigen Sie diese Aspekte bei der Planung Ihrer praktischen Ausbildung unter Supervision und der Auswahl der Behandlungen, über die Sie einen ausführlichen Fallbericht vorlegen wollen! 

    • Rechnen Sie lieber einen Behandlungsfall als Reserve für z.B. den Fall ein, dass Patienten ihre Therapie vorzeitig beenden (müssen).
    • Eine höhere Supervisionsdichte am Beginn der praktischen Ausbildung ist (auch aus inhaltlichen Gründen!) sinnvoll, um am Ende nicht in unnötigen Prüfungsstress zu geraten. 
    • Verfassen Sie nach Möglichkeit ausführliche Fallberichte über diejenigen Behandlungen, die rechtzeitig vor der Prüfung abgeschlossen werden können.

    Werden die genannten Mindestvorgaben erfüllt, erhalten Sie vom Weiterbildungsstudiengang eine Ausbildungsbescheinigung zur Vorlage beim Prüfungsamt bis zum 20. Mai bzw. 20. Dezember unter der Voraussetzung, dass die fehlenden Nachweise innerhalb einer verbindlichen Frist (1. Juli bzw. 1. Februar) erbracht werden. Geschieht dies nicht, sind wir verpflichtet, die Prüfungsbehörde von diesem Umstand in Kenntnis setzen. In diesem Fall werden Sie keine Zulassung zur bevorstehenden Prüfung erhalten.

    Unsere Empfehlung an Sie: Bitte berücksichtigen Sie diese Aspekte bei der Planung Ihrer praktischen Ausbildung unter Supervision und der Auswahl der Behandlungen, über die Sie einen ausführlichen Fallbericht vorlegen wollen! 

    • Rechnen Sie lieber einen Behandlungsfall als Reserve für z.B. den Fall ein, dass Patienten ihre Therapie vorzeitig beenden (müssen).
    • Eine höhere Supervisionsdichte am Beginn der praktischen Ausbildung ist (auch aus inhaltlichen Gründen!) sinnvoll, um am Ende nicht in unnötigen Prüfungsstress zu geraten. 
    • Verfassen Sie nach Möglichkeit ausführliche Fallberichte über diejenigen Behandlungen, die rechtzeitig vor der Prüfung abgeschlossen werden können.

    Mit Aushändigung der Ausbildungsbescheinigung erhalten Sie all eingereichten Unterlagen im Original zurück. Sie müssen diese 10 Jahre lang aufbewahren und gegebenenfalls als Nachweis bereitstellen.

    Anmeldungen zur Staatlichen Prüfung

    Die Zulassung zur Prüfung wird auf Antrag bei der Regierung Oberbayern erteilt.

    Unter www.regierung.oberbayern.bayern.de können Sie im Menü „Gesundheit und Verbraucherschutz“ unter „Rechtsfragen und Approbation“ die aktuellen Formulare „Antrag auf Prüfungszulassung für Psychologische Psychotherapeuten“ und „Meldebeleg für die Prüfung nach dem Psychotherapeutengesetz“ herunterladen.  

    Der Antrag auf Prüfungszulassung für Psychologische Psychotherapeuten ist an folgende Adresse zu richten:

    Regierung Oberbayern

    Sachgebiet 55.2                                                                                                                    

    Caroline Köhn

    Maximilianstr. 39

    80538 München 

    Telefon: 089/2176-2807
    Email: Caroline.Koehn@reg-ob.bayern.de

    Dem Prüfungsamt müssen dabei folgende Unterlagen vorgelegt werden:

    • Antrag auf Prüfungszulassung für Psychologische Psychotherapeuten
    • Geburtsurkunde, ggf. Nachweis über Namensführung (Original oder amtlich/notariell beglaubigte Kopie)
    • Nachweis über die bestandene Abschlussprüfung im Studiengang Psychologie, die das Fach Klinische Psychologie einschließt (Original oder amtlich/notariell beglaubigte Kopie)
    • Vorlage von zwei vom Weiterbildungsstudiengang genehmigten Prüfungsfällen in vierfacher Ausfertigung
    • Vorlage des Nachweises über die abgeschlossene Ausbildung (Ausbildungsbescheinigung)
    • Meldebeleg für die Prüfung nach dem Psychotherapeutengesetz

    Prüfungen

    Prüfungsvorbereitung

    Den Teilnehmern an der  Prüfung werden vom Weiterbildungsstudiengang im Rahmen der theoretischen Ausbildung zwei Seminare angeboten, in denen sie speziell  auf die schriftliche und die mündliche Prüfung vorbereitet werden. Die Teilnehmer an der Prüfung erhalten eine getrennte Einladung dazu.

    Schriftliche Prüfung

    Das Prüfungsamt (Regierung Oberbayern) wird Sie zu der zentralen schriftlichen Prüfung nach München einladen und Ihnen den Termin, genauen Ort (und die Uhrzeit mitteilen. Die schriftliche Prüfung dauert 120 Minuten. Sie können einen genauen Termin vorab vom Weiterbildungsstudiengang erfahren.

    Verantwortlich für die schriftliche Prüfung ist das Institut für medizinische und pharmazeutische Prüfungsfragen. Über dessen Homepage www.impp.de können Sie sich über die Prüfung (Gegenstandskatalog, Beispielaufgaben, praktische Hinweise, Termine) informieren.

    Mündliche Prüfung

    Die mündliche Prüfung findet nach der schriftlichen Prüfung in den Räumen des Weiterbildungsstudiengangs statt. Der Termin der mündlichen Prüfung wird Ihnen vom Prüfungsamt mit der Ladung zur schriftlichen Prüfung mitgeteilt. Die mündliche Prüfung besteht aus zwei Abschnitten, die beide an demselben Tag stattfinden.

    Der erste Abschnitt wird als 30-minütige Einzelprüfung durchgeführt, in der beide Prüfungsfälle erörtert werden.  Einen Fall stellt der Teilnehmer am Beginn der Prüfung in einer Kurzpräsentation  (Gliederung) vor. Der zweite Teil der Prüfung wird als Gruppenprüfung mit bis zu vier Prüflingen und einer maximalen Dauer von 120 Minuten (bei weniger als vier Teilnehmern wird die Zeit anteilig gekürzt) durchgeführt.

    Die Prüfungskommission (vier Prüfer) wird vom Prüfungsamt berufen. Jedes Ausbildungsinstitut meldet Prüfer an das Prüfungsamt. Bisher wird es in der Regel so gehandhabt, dass zwei Mitglieder der Prüfungskommission aus dem eigenen Ausbildungsinstitut kommen. 

    Approbation und Arztregistereintrag

    Wenn Sie sich nach dem erfolgreichen Bestehen der Prüfung als Psychologische/r Psychotherapeut/in approbieren lassen möchten, können Sie sich auf den Internetseiten der Regierung Oberbayern über das Antragsverfahren informieren.

    Der Zugang zur vertragspsychotherapeutischen Versorgung („Niederlassung“) wird von den Kassenärztlichen Vereinigungen und den dort angesiedelten Zulassungsausschüssen geregelt. Voraussetzung ist ein Arztregistereintrag, den Sie bei Vorliegen der Fachkunde in VT auf Antrag beim zuständigen Zulassungsausschuss erhalten. Neben der Approbationsurkunde ist zum Nachweis Ihrer Fachkunde ein Zertifikat des Weiterbildungsstudiengangs erforderlich, das Ihnen die erfolgreiche Teilnahme an der Ausbildung zum Psychologischen Psychotherapeuten (VT) bestätigt.

    Auch wenn Sie keine Teilnahme an der vertragspsychotherapeutischen Versorgung (z.B. aufgrund bestehender Zulassungsbeschränkungen) anstreben, ist der Arztregistereintrag in der Regel notwendig, um mit Privaten Krankenversicherungen und Beihilfen abzurechnen.
    Nähere Auskünfte erhalten Sie bei der Kassenärztlichen Vereinigung.

    Kontakt

    Weiterbildungsstudiengang
    Psychologische Psychotherapie
    Marcusstraße 9-11
    97070 Würzburg

    Tel.: +49 931 31-80700
    Fax: +49 931 31-80700-0
    E-Mail

    Suche Ansprechpartner

    Marcusstraße 9-11